Bad Kissingen - Weg der Besinnung, Insider Tipp von Jan

Insidertipps Bad Kissingen - Lieblingsplatz Der Weg der Besinnung 


Bad Kissingen von Oben, Weg der Besinnung Bad Kissingen
Bad Kissingen - Bildquelle: Hotel Sonnenhügel Archiv
In meinem Ausbildungsort Bad Kissingen habe ich als 18-jähriger meinen Lieblingsort gefunden, den ich für jeden Besucher, ob alt oder jung, die die Kurstadt besuchen wollen, weiterempfehlen kann. Man glaubt kaum, dass die Jugend sowas interessant finden könnte. Ein Weg mit vielen Zeichen, die einem angeblich helfen sollen „zu sich selbst zu finden“. 

Zur Erklärung: Das erste Mal habe ich den Weg der Besinnung im Berufsschulunterricht entdeckt. Eigentlich sollte es eine Sportstunde werden, aber da es die letzte Sportstunde im Schuljahr war, machten wir einen Spaziergang. 

Ich dachte eigentlich dass wir keine alten Leute sind, aber dann, als wir den circa zwei Kilometer langen Weg abgelaufen waren, merkte ich, dass es nicht nur für alte Leute, sondern auch für Familien und Jugendliche eine Sehenswürdigkeit ist, die ich gar nicht mal so schlecht fand. Die Sonne schien, es hatte knapp 25 Grad im Schatten. Da meine Mitschüler bei mir waren konnte ich das Ganze nicht auf mich einwirken lassen, also beschloss ich nach Schulschluss alleine den „Weg der Besinnung“ abzulaufen. Es war Stille, keine Hintergrundgeräusche von Autos oder sämtlichen anderen Dingen die jemand stören könnten. Man hörte nur wie der Wald arbeitete und einige Tierchen durch die Gegend flogen. Ich war da, der Wald war da, die ganzen Kunstwerke, die ich betrachten konnte waren da. Zuerst wusste ich nicht wie ich die Zeichen verstehen sollte, aber nachdem ich den Weg in den nächsten Tagen weitere sechsmal besuchte, fand ich die Lösung. Dieser Weg ist dazu da um zu Ruhe zu kommen, um sich selber zu finden. (Karte >>>)

Ein Sinnbild auf dem Weg ist das Zeichen „Wie weit noch?“. Es stehen mehrere Stahlstangen aufgereiht hintereinander. Wenn man tiefgründig in sich hineinhört, ist das Leben ein Slalomlauf, in dem man seine Hürden nicht umschmeißen kann sondern davon abprallt oder die Hürde besteht. 

Man muss die Balance zum Leben finden, wie ein weiteres Kunstwerk zeigt: Eine Kugel, platziert auf zwei zum Boden parallel und zueinander parallel laufenden Eisenstangen. Diese ist in der Mitte, so dass beide Seiten auf gleicher Höhe liegen, damit die Kugel nicht wegrollt. 

Man muss Mauern zerstören, die zwischen einem gebaut werden, zeigt eine zerstörte Steinmauer, über die ein halbes Oval aus Eisenstangen verläuft. Es zeigt das Menschen keine Mauern zueinander haben sollten. 

Diese drei Sachen waren für mich ausschlaggebend, um in meinem Leben weiter zu kommen. Sie haben mir gezeigt wie leicht das Leben doch eigentlich gehen kann, wenn man den Tipp bekommen hat, wie man es zu tun hat. Wenn ich gestresst auf der Arbeit war, dann nehme ich mir am Mittag eine halbe Stunde um den Weg abzulaufen. Das wirkt auf mich beruhigend, da ich jedes Mal wieder weiß, dass das Leben eigentlich nur ein Slalom ist, mit Hürden, die man nicht umschmeißen kann. 

Jan 



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Danke für den Beitrag an Jan vom CPH Hotel Sonnenhügel in Bad Kissingen.



eingestellt am: 20.11.2014